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Auch wenn der Gang zum Zahnarzt der Zahngesundheit gilt – die Bedeutung der Zähne geht weit über ihre Kaufunktion hinaus. Denn jeder Zahn steht über die sogenannten Meridiane in Verbindung zu Organen und Körperregionen. Diese Erkenntnis ist für die traditionelle chinesische Medizin (TCM) schon seit Jahrtausenden eine Selbstverständlichkeit. Heute belegen auch westliche Studien das Zusammenspiel von Zähnen und Körper.

Im Detail bedeutet das:

Allgemeinmedizinische Probleme an Herz, Auge, Knie, Wirbelsäule, Magen oder Niere können von kranken Zähnen ausgelöst werden. Bei der gezielten Ursachenforschung lassen sich häufig Auslöser im Mundraum finden. Typische Problembereiche sind z. B. Karies, tote und mangelhaft am Wurzelkanal behandelte Zähne sowie Bissstörungen. Weitere Faktoren sind eine unerkannte Kieferknochenentzündung oder Parodontitis, OP-Narben oder Fremdmaterialien. Umgekehrt können aber zum Beispiel auch schlecht eingestellte Blutzuckerwerte ein Grund für eine chronische Zahnfleischentzündung sein.

Die chinesische Medizin beschreibt diesen Zusammenhang zwischen akuten und chronischen Krankheiten und der Zahngesundheit seit Jahrtausenden. Mittlerweile bestätigen westliche Untersuchungen diese Zahn-Organ-Beziehung. Die westliche Medizin erklärt, wie die Wechselwirkungen im Körper entstehen: Über Blut- und Lymphbahnen gelangen zum Beispiel Entzündungsstoffe von Zähnen, Kiefer und Zahnfleisch in unseren Körper. Die Nervenbahnen leiten außerdem Informationen von den Zähnen zum Gehirn und von dort in andere Körperregionen. Nachweisbar ist auch, dass jedem Zahn bestimmte Organe und Meridiane (Energieleitbahnen) zugeordnet sind. 

Ein Beispiel: Ein kranker Schneidezahn kann ein Hinweis auf Blasen- oder Nierenschwäche sein. Umgekehrt können Nierenprobleme die Schneidezähne und das umliegende Zahnfleisch belasten.

Langfristig können kranke Zähne nicht nur die ihnen zugeordneten Organe, sondern den gesamten Organismus als Störfeld belasten. Mit der Zeit und im Zusammenspiel mit anderen Belastungen wie Schadstoffen oder Stress können sie die körpereigene Regulation gänzlich aus dem Takt bringen. Chronische Krankheiten sind oft die Folge. Will man diese langfristig bessern oder gar heilen, muss zunächst die tatsächliche Ursache behoben werden. Nur wenn dies gelingt, ist echte Heilung möglich.

Wir sind uns dieser hochkomplexen Zusammenhänge sehr bewusst. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, Ihren Gesundheitszustand mit in unsere Diagnose und die ganzheitliche Behandlung einfließen zu lassen. In Spezialgebieten wie der Endodontie und der Parodontologie messen wir außerdem der Anamnese – also der Betrachtung Ihrer Allgemeingesundheit – besondere Bedeutung zu.

Sie profitieren dabei von unserer Kooperation mit niedergelassenen Ärzten und Therapeuten, die ebenfalls einen ganzheitlichen Ansatz vertreten. Eine gemeinsame detaillierte Diagnostik und Therapie ist dann der optimale Weg, um nicht nur Symptome zu behandeln, sondern die Ursachen möglichst dauerhaft zu beseitigen.

Wie die einzelne Zähne in Verbindung mit den Organen, Gelenken und Körperregionen stehen, zeigt unsere Grafik Zahn-Organ-Beziehung (Grafik zum Vergrößern anklicken).

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